Moin Leute,
es ist mal wieder Zeit für meinen wöchentlichen Report.
In der letzten Woche war ich mal wieder mehr unterwegs.
Am Donnerstag wurde ich von Mr. Andrew Shedbold (einem Lehrer) gefragt ob ich nicht Lust hätte am Wochenende am Kona 24 Hour, einem Mountainbikerennen, teilzunehmen und da ich nichts zu tun hatte, habe ich zugesagt.
Neben mir und Mr. Shedbold waren noch sechs weitere Kiddies aus der neunten und zehnten Klasse, ein Freund von Mr. Shedbold, Haze, und ein ehemaliger Scot's student dabei (2x Harry, David, Robert, Jack, Curb, Larry)
Ich bekam das Bike von Luke, einem Boarding Staff Member, mit einem sehr unbequemen Karbonsattel, aber dazu später mehr.
Somit fuhren wir am Freitag nach der Schule gegen 4pm los in die Nähe von Geelong, um genau zu sein zum Forrest Mountainbike Park, Victoria, wo wir dann auch nach ca. fünf Stunden ankamen.
Noch bevor wir anfingen die Zelte aufzubauen, fing es schon an zu regnen und das tat es denn auch in unregelmäßigen Abständen über das gesamte Wochenende.
Um elf ging ich dann auch schon schlafen, weil es ja anstrengende zwei Tage werden würden und die wurden es auch.
Aufstehen musste ich bereits um 8am, denn wir mussten uns anmelden und anschließend sind wir nach Geelong reingefahren um uns Essen für das Wochenende zu kaufen. Gegen 10.30am
waren wir dann auch etwa zurück und nun ging es für Harry ans fertig machen, denn er war der erste der auf die Strecke ging für mein Team.
Wir fuhren in zwei Teams, es gab ein Schulteam und ein Ü-18-Team.
Um 12pm war dann der Start und Harry ging auf die erste 16km Runde und war gegen 1pm zurück, anschließend ging Haze auf die Runde und ich machte mich so langsam fertig, da ich als nächster auf die Strecke sollte.
Erwartet hatten wir ihn gegen 2.10pm, aber er kam 10 später rein und dann machte ich mich auf die Strecke und ich dachte mir schon nach dem ersten Drittel, auf was hast du dich da eigentlich eingelassen. Zuerst wars eigentlich noch ganz angenehm durch ein bischen Schlamm ging es den ersten leichten Anstieg rauf, der sich schon kurz darauf in einen langen und vorallem steilen Anstieg überging. Danach gings eigentlich vorwiegend eben oder leicht schüssig weiter, allerdings war es so eng, dass zwischen einzelne Baumstämme die Pedalen mit ach und krach durchpassten. Dann gings wieder leicht Bergauf und dann mit mehreren Rampen und Vollspeedkurven bergab ging. Auf einer kleinen Brücke, die sehr glatt war, habe ich mich das erste mal auf die Schnauze gelegt und es sollte nicht das letzte mal sein. In den Speedkurven hats mich auch einmal gelegt und hab mir die Pedale schön ins Knie gerammt und bei einigen Rampen musste ich absteigen, weil die wirklich 85 Grad nach unten gingen und dann auch noch voller Schlammfützen waren.
Der letzte Abschnitt bestand dann eigentlich nur noch aus Schlamm und man kam so gut wie gar nicht mehr vorwärts und auch da hab ich mich auch fast einmal gelegt und musste anschließend mit Fahrrad durch den ganzen Schlamm latschen, weil man einfach nicht mehr aufs bike kam.
Nach 1:10h hatte ich dann die wirklich technisch anspruchsvolle Strecke hinter mir und war froh, dass ich sie nicht nochmal fahren musste.
Meine zweite Tour war dann nämlich erst um 8.30pm und ich fuhr zwei Runden auf der Nachtstrecke. Die ersten Kilometer waren auch sehr entspannt, denn es war durchgehend eben und ich dachte mir, wenn das so weiter geht, dann werden das zwei entspannte Runden, doch dann kam der erste und eigentlich auch einzige Kracher auf der Strecke. Jeder von euch kennt ja den Waseberg, der schon ein so für Fahrradfahrer ein Alptraum ist, nun stellt ihn euch länger, ein wenig steiler und voller Schlamm vor und ihr wisst, wo ich rauf musste, bereits nach einem viertel hatte ich genug und ich schob nach oben und ich habe keinen gesehen, der nicht abgestiegen ist. Danach ging es sehr entspannt weiter mit einigen leichten Abfahrten, Anstiegen und vor allem nicht so schmalen und eng auf einander liegenden Kurven, der mit Abstand erholsamste Teil der Strecke war eine etwas längere Abfahrt und kurz darauf war man dann auch schon im Ziel. Die Rundenzeit war doch relativ ordentlich mit 55min und ich dachte mir, du hast noch ordentlich Reserven, da kannst auf der zweiten Runde ein wenig pushen und nach dem Monsterberg (ja ich bin wieder abgestiegen) dacht ich mir nun kannst du mal ein wenig Gas geben doch nach kurzer Zeit tat einfach jeder Anstieg nur noch weh und ich wollte keine dreckigen Kurven, kein Schlamm und keine Bäume mehr sehen, sondern ich sehnte mich nach der Abfahrt, aber wie es dann nun mal so ist, dauert es dann ja richtig ewig. Nach 1:10h war ich dann auch endlich im Ziel und ging dann auch sofort schlafen. Die anderen sind dann ebenfalls zwei Runden gefahren und somit musste ich um 6.30am wieder aufs Rad und versuchte mich auf der dritten Strecke und nach einer halben Runde hatte ich kein Bock mehr, man sah nur noch eine Traverse nach der anderen und man hatte das Gefühl es geht gar nicht mehr den Berg hinab. Ich war körperlich gar nicht so fertig, aber das geht psychisch ganz schön an deine Substanz und ich war froh, dass ich nach 1:20h dann auch endlich im Ziel war, die Zeit war miserabel aber das war mir echt egal, ich war einfach nur froh, nicht mehr auf dieses Rad steigen zu müssen. Denn bereits nach der zweiten Runde tat mein Arsch nur noch weh und ich konnte nicht mehr richtig rund fahren, da ich einfach nicht mehr richtig sitzen konnte, mein Gott wie hatte ich meine Fahrradhose vermisst.
Am Ende Sprang der 40. Platz von 59 Teams in unserer Kategorie heraus, was für uns allerdings nebensächlich war. (unter the Half Wheelers findest du unsere Zeiten)
Unser zweites Team "Team Extreme" gewann das Schülerrennen mit sehr deutlichem Vorsprung.
Gegen 1pm ging es dann am Sonntag nach Hause und als wir an der Scot's ankamen war ich froh, dass ich mich erstmal hinlegen konnte, weil sitzen wollte ich mit meinem wunden Arsch erst mal nicht mehr.
Am Mittwoch war Christmas Dinner, das letzte Formal Dinner dieses Schuljahres und dementsprechend groß wurde gefeiert, es wurden einige Leute verabschiedet, vom Boarding Staff Doug und Julia und der deutsche Austauschschüler Thimo. Es gab natürlich wieder gutes Essen und für die Staff-Member gabs auch Geschenke, ich bekam eine kleine Packung Rocher.
Anschließend sind wir noch ins Paddy's, da Trina Albury verlässt und somit haben wir noch einmal good-bye gesagt.
Donnerstag war ich dann mit der Hospitality Group in Melbourne. Es ging bereits um 6.15am los und gegen 11 waren wir dann in Melbourne. Zuerst haben wir eine Führung durch den Victoria Market bekommen, was sehr interessant war, da man einiges über den geschichtlichen Hintergrund erfuhr und man bei einigen Ständen auch kostenfrei etwas probieren durfte.
Anschließend hatten wir dann eine Stunde Freizeit, wo ich ein wenig herumgeschaut habe und Ideen für Weihnachtsgeschenke sammelte. Danach fuhren wir in ein Judenmuseum, wo wir viel über die jüdische Kultur und ihr tägliches Leben erfuhren. Z.B. wusste ich nicht, dass Juden strikt Milch von Fleisch trennen und es auch niemals bei einer Mahlzeit zusammen zu sich nehmen.
Nach dem Museum haben wir uns dann noch ein 5+ Star Hotel angeschaut, das Westin Melbourne, was auch sehr interessant war und wo ich auch später gerne mal öfters Übernachten möchte.
Gegen 10pm waren wir dann wieder in Albury und ich wollte eigentlich nur noch ins Bett, allerdings hatte ich dann noch ein wenig mit der Tour für meine Eltern zu tun.
Heute, also Freitag, waren wir Abends bei den Basketballfinals der Schulteams um uns einige Siege der Scot's Teams anzuschauen, was doch sehr amüsant wurde, da wir uns mit einigen Schüler, die mit uns zu geschaut hatten, über lustige Themen unterhielten.
So das wars erstmal, nächste Woche sind schon Ferien und dann gehts auf die Great Ocean Road und Surfen :)
Cheers
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Albury Time
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