Moin Leute,
es ist mal wieder Zeit für meinen wöchentlichen Blog.
In dieser Woche ist doch vieles interessantes Passiert.
Am Samstag war ich mit Flo bei einem Yabby-Race. Jetzt fragen sich mit Sicherheit viele: "Was zur Hölle ist ein Yabby-Race?", stimmts?
Yabby's sind kleine grün/graue Hummer und diese werden in die Mitte eines Kreises gesetzt und es gewinnt der Yabby, der als erstes komplett aus dem Kreis herausgelaufen ist. Und man möge es kaum glauben, aber die Australier haben bis zu 100$ auf einen Yabby gesetzt. Die haben echt einen Knall hier, ich wusste zwar, dass die hier auf so gut wie alles setzen, aber dass die dann so bekloppt sind das kann doch keiner ahnen. Insgesamt gab es acht Rennen und das letzte war dann der große Walla Yabby-Race Cup, eine Anlehnung an den legendären Melbourne Cup (das Pferderennen, einfach weiter unten nochmal nachlesen).
Am Sonntag war ich dann mit der 9. Klasse beim Lake Hume. Dort sind wir Wasserski und Kneeboard gefahren, haben Beach- Cricket und Rugby gespielt.
Die Kinder haben dort dann auch auf einem Campingplatz übernachtet, während Flo und ich nach Hause fuhren, und sind am nächsten Morgen um halb sieben in der Früh noch drei Stunden Kanu gefahren, allerdings waren Flo und ich nicht mit, da für den Rückweg zur Schule kein Platz mehr im Auto gehabt hätten.
Somit haben wir am Montag ganz normal Unterricht gemacht.
Aber jeder von euch fragt sich mit Sicherheit wie wir uns beim Wasserski und auf dem Kneeboard so angestellt haben, oder?
Ich bin als erstes mit einem Boot raus, das an der Seite eine Stange hatte, wo sich Anfänger erst mal dran üben konnten. Das lief auch sehr gut, so dass ich gleich ans Seil sollte, was dann aber eher in einer Katastrophe endete. Wichtigste Grundregel, richte dich nicht selber auf, sondern lass es vom Boot machen. Diese Regel habe ich auch befolgt, leider hat es nicht so ganz geklappt und ich lag nach einer Sekunde mit einem Gesichtsklatscher wieder im Wasser, da ich mich nicht weit genug nach hinten gelehnt hatte.
Nach diesem einen Versuch sind wir dann leider zurückgefahren, da sich das Wasser ein wenig aufgewühlt hatte und für Anfänger das nicht zum üben geeignet gewesen wäre.
Also bin ich nach kurzem Warten mit Flo und zwei Neuntklässlern nochmal aufs Wasser, erst hat einer der Neuntklässler sich, nach einigen Startproblemen, erfolgreich auf die Skier gestellt und fuhr doch sehr gekonnt hinter dem Boot her.
Danach war Flo an der Reihe und das war doch sehr lustig mit anzuschauen, denn auch er ist blutiger Anfänger. Er hat es nach ungefähr sechs Versuchen nicht geschafft länger als zehn Sekunden zu stehen und er hatte ein paar spektaküläre Abgänge dabei.
Anschließend durfte ich mich dann auch nochmal versuchen und ich hatte die gleichen Probleme wie vorher auch, ein face-dive nach dem nächsten, beim dritten Versuch stand ich dann auch für ne kurze Zeit und konnte ein paar Meter fahren, ein erster Erfolg war verzeichnet....yeah, allerdings habe ich vergessen die arme durchzustrecken und ein Ski verkantete sich und so lag ich wieder im Wasser. Aber jetzt hatte ich Blut geleckt, die nächsten beiden Starts gingen wieder völlig daneben, hab mich wieder nicht weit genug nach hinten gelehnt. Dann kam der letzte Versuch und dann hat es endlich geklappt.....yippieh, ich habe mich nun so weit zurückgelehnt wie es ging und hab mich einfach vom Boot ziehen lassen und nach kurzer Zeit stand ich dann tatsächlich, zwar noch ein wenig wackelig, aber ich stand, mit krummen Rücken und Blick eher nach unten auf die Skier gerichtet und mit der Zeit kam dann auch die Sicherheit. Am Ende bin ich dann sogar mit durchgedrückten Beinen gefahren. Nach gefühlten 15 Minuten (es waren vielleicht fünf) hat man mich dann abgebremst und es ging zurück ins Boot und dann an Strand.
Doch nun hatte ich einen Adrenalinschub und wollte auch unbedingt Kneeboarden ausprobieren.
Das ist auf jeden Fall einfacher als Wasserski und man war doch relativ schnell oben.
Beim Kneeboarden liegt man zuerst im Wasser auf dem Board und lässt sich vom Boot erstmal ziehen dann zieht man sich mit ein wenig Kraftaufwand aufs Board und legt seine Knie in den vorgegebenen Schalen ab. Das Board verkantet aber sehr leicht und man muss dann doch schon sehr gut aufpassen, dass eine Welle einen nicht runterreißt, was mir dann auch zwei Mal passiert ist.
Danach war Flo dann an der Reihe und er hat sich nicht so gut angestellt wie ich, denn er schaffte es nicht auf das Board zu kommen, da er wohl ein wenig zu groß dafür ist und seine Beine nicht so einfach hochziehen konnte und somit hatte er wieder einige lustige Abgänge dabei.
Danach haben wir bis zum BBQ noch ein wenig Beachrugby gespielt, was auch sehr lustig war, weil du im Wasser gut tacklen konntest.
Nach dem BBQ gings dann zurück an Strand und mit Cricket weiter, wofür ich doch noch reichlich üben muss, denn das Treffen des Balles ist doch nicht so einfach und das bowlen muss ich auch noch üben weil die doch viel zu oft zu weit am Wicket vorbeigingen.
Am späten Abend wurden Flo und ich dann zurück zur Scot's gebracht. Es war ein ereignisreicher und sehr lustiger Tag, wo man die Schüler auch mal von einer anderen Seite kennen gelernt hat.
Am Dienstag gab es dann an der Scot's ein Gasleck, so dass die ganze Primary School und Pre School evakuiert werden musste, somit versammelte sich die ganze Primary in der Chapel und schaute Filme, bis sie von ihren Eltern abgeholt wurden. Das Leck wurde im Laufe des Tages gefunden und am Mittwoch ging alles wieder seinen gewohnten Gang.
Mittlerweile gibt es Abends keine Prep mehr, da die Examen vorbei sind und somit spielen wir Abends immer irgendwelche Spiele auf dem Oval, spielen Tennis oder gehen in den Pool, was doch ganz gut tut.
Was vielleicht noch erwähnt werden sollte, wir hatten das Wochenende regen, zwar bei über 30 Grad, aber immerhin mal Regen, das tat doch sehr gut und man fühlte sich gleich wieder wie in Hamburg.
Für Fragen bin ich wie immer offen. :)
Cheers
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